EARTH VOICE OFFICIAL
Für diesen Auftritt haben wir uns ein Schlagzeug von Beatriz ausgeliehen.
Vielen Dank, Beatriz!
Taiko
— Das Echo, das die Harmonie von Erde und Leben webt
In den vor etwa 1700 Jahren entstandenen Haniwa-Tonfiguren lassen sich Menschen erkennen, die Trommeln auf den Schultern tragen. Der exakte Ursprung dieser Tradition lässt sich heute nicht mehr lückenlos zurückverfolgen. Es wird jedoch vermutet, dass darin die Erinnerung an die Jōmon-Zeit fortlebt – eine Epoche, die vor rund 13.000 Jahren begann und über stolze 10.000 Jahre andauerte. Es ist der Nachklang einer Ära, in der die Menschheit auf dieser Erde noch im Einklang mit der Natur lebte.
Wenn wir zu unseren fernen Wurzeln zurückkehren, begegnet uns dort kein Nationalismus, sondern der Geist des „Wa“ (der allumfassenden Harmonie), der alles Existierende umschließt – eine Geisteshaltung, die man als Earthism (Erd-ismus oder kosmisches Bewusstsein) bezeichnen könnte. Die Taiko ist seit dem Altertum nichts Geringeres als ein großes Werkzeug des Dialogs: Sie verbindet Mensch mit Mensch, Mensch mit Natur, Vergangenheit mit Zukunft sowie das Sichtbare mit dem Unsichtbaren. Wenn wir der Stimme der Taiko lauschen, werden wir uns gewahr, dass wir alle als ein gemeinsames Leben auf derselben Erde miteinander verbunden sind. Sie ist gleichsam das Megafon der Stimme der Erde selbst.
In der zeitgenössischen Bühnenkunst haben sich die Stile der Perkussionsinstrumente vielseitig weiterentwickelt. Was Seigo (盛悟) dabei am meisten am Herzen liegt, ist die „elementare Lebenskraft“, die der Taiko von Natur aus innewohnt. Er schöpft tief aus dem Geist und den Techniken der Geinō (der traditionellen darstellenden Künste), die einst organisch aus dem Gebet und der Natur Japans hervorgegangen sind. Zugleich sucht er unentwegt nach avantgardistischen Ausdrucksformen der modernen darstellenden Kunst (Performing Arts), die den gemeinsamen Urgrund der gesamten Menschheit berühren.
Okedō-Taiko (桶胴太鼓)
Die Geschichte der Okedō-Taiko reicht weit zurück und findet bereits in der Mythologie ihre Erwähnung. Es heißt, dass die Bühne für jenen Tanz, der aufgeführt wurde, um die verborgene Sonnengöttin wieder hervorzulocken, aus zusammengefügten Holzdielen bestand und im Inneren hohl war. Dieses Gefäß wurde Uke (槽) genannt, und man geht davon aus, dass dieses Uke den Beginn der Okedō-Taiko markiert.
Es wird angenommen, dass dieses durch Seile gespannte Schlaginstrument – ähnlich wie die Sanduhr-Trommeln Kotsuzumi und Ōtsuzumi – in seiner Struktur vom asiatischen Kontinent überliefert wurde und seinen Ursprung in Indien hat. In der Nara-Zeit gelangten verschiedene Perkussionsinstrumente als Teil der Gagaku-Hofmusik nach Japan. Im Laufe der Jahrhunderte breiteten sie sich allmählich auch in der Zivilbevölkerung aus. Man vermutet, dass sie schließlich Eingang in die vielfältige Musik der Volkskunst (Minzoku-Geinō) fanden und so den Weg zum einfachen Volk fanden.
Nagadō-Taiko / Hiradō-Taiko (長胴太鼓 / 平胴太鼓)
Für den Korpus (Zarge) dieser Trommeln wird das Holz von harten Bäumen wie der Japanischen Zelkove (Keyaki) oder der Sen-Esche (Sennoki) ausgehöhlt. Als Trommelfell wird dickes Rinderleder verwendet, das auf beiden Seiten des Korpus mit zahlreichen Ziernägeln (Byō) fixiert ist. Es wird angenommen, dass die Stämme der Bäume, aus denen die heute verwendeten Taikos gefertigt sind, ein Alter von über 400 Jahren aufweisen.
Diese Trommel wird traditionell beim Kabuki-Theater, bei Festspielmusik (Matsuri-Bayashi) und beim Bon-Odori-Tanz eingesetzt. Darüber hinaus findet sie Verwendung in verschiedenen Volks- und Shintō-Künsten (Kagura-Geinō) sowie bei Ritualen, als Signal oder zur Ankündigung in Schreinen. Die Größe der Taikos variiert stark; bei besonders großen Exemplaren kann der Durchmesser des Trommelfells fast zwei Meter betragen.
Shime-Taiko (締太鼓)
Dieses Instrument besteht aus zwei Rinderleder-Fellen und einem ausgehöhlten Korpus, meist aus Zelkovenholz, die mithilfe von Hanfseilen, den sogenannten Shirabeo, fest zusammengeschnürt werden. Beim Spiel wird die Trommel auf einen speziellen Ständer auf dem Boden gesetzt und mit zwei Holzschlägeln (Bachi) bespielt. Je nach Führung der Schlägel lassen sich unterschiedliche Klangfarben erzeugen.
Man geht davon aus, dass das Instrument vor etwa 1400 Jahren (in der Asuka-Zeit) vom asiatischen Kontinent als Teil der Maskentanzkunst Gigaku nach Japan eingeführt wurde. Vor etwa 1200 Jahren (in der Heian-Zeit) fand es Verwendung im Dengaku, einem rituellen Schauspiel, bei dem die Menschen die Götter um eine reiche Ernte baten und den Reisanbau imitierten. Vor rund 1000 Jahren wurde es auch im Sarugaku eingesetzt, einer von Pantomime und komödiantischen Elementen geprägten Kunstform.
Mit der Etablierung des Nō-Theaters vor etwa 600 Jahren (in der Muromachi-Zeit) wurde die Trommel weiterentwickelt und wurde zu einem festen Bestandteil der Shi-Byōshi (des vierköpfigen Ensembles aus Flöte, Kotsuzumi, Ōtsuzumi und Shime-Taiko). Im Nō-Theater kommt sie vor allem in Szenen zum Einsatz, in denen nicht-menschliche Wesen wie Götter, Dämonen (Oni) oder Geister erscheinen, sowie bei buddhistischen Zeremonien und Bugaku-Tänzen. Dass diese Trommel auch in der Nagauta-Begleitmusik des Kabuki-Theaters Einzug hielt, geschah erst vor etwa 400 Jahren in der Edo-Zeit.
Es wird vermutet, dass die Shime-Taikos, die in der Festmusik des Volkes (Matsuri-Bayashi) und der Shintō-Musik (Kagura-Bayashi) verwendet werden, eine über 1000-jährige Geschichte haben. Die bis heute überlieferte Form dieser Fest-Shime-Taiko besitzt jedoch einen tieferen Korpus und ein dickeres Leder. Bei Festen werden oft zwei Trommeln als Set verwendet, die man jeweils als Kamishimo (oben und unten) oder als Tate (Haupttrommel) und Waki (Begleittrommel) bezeichnet. Heutzutage werden auch viele Shime-Taikos verwendet, die ganz ohne Seile auskommen und stattdessen mit Eisenbolzen gespannt werden.
太鼓
— 響きが紡ぐ、地球と生命の調和
約1700年前の埴輪に見られる、太鼓を担ぐ人々の姿。
その正確な起源を完全に辿ることは叶いません。
しかしそこには、**今から約1万3000年前に始まり、実に1万年もの長きにわたって紡がれた「縄文時代」の記憶――かつて人類がこの地球で、
自然と調和しながら生きていた時代の名残が、確かに息づいているとも推測されます。
私たちが遥かなルーツを遡るとき、そこに現れるのはナショナリズム(国家主義)ではなく、すべての存在を包み込む「和(調和)」の心、すなわちEarthism(地球主義)とも言える精神です。 太鼓とは、古代より人と人、人と自然、そして過去と未来、存在と非存在をも繋ぐ、大いなる対話の道具(ツール)に他なりません。
太鼓の声を聞くとき、私たちはみな、同じ地球に生きる一つの生命として繋がっていることを再確認するのです。それは地球の声の拡声器に他なりません。
現代の舞台芸術において、多様な進化を遂げた打楽器のスタイル。
その中で盛悟が最も大切にしたいのは、太鼓が本来宿している「根源的な生命の力」です。
日本の風土から自然発生的に生まれた「祈り」の藝能――
その精神と技術を深く汲み取りながら、人類共通の根源へと響く、現代パフォーミングアーツとしての最先端の表現を模索し続けています。
桶胴太鼓
桶胴太鼓太鼓の歴史は古くその登場は神話にまで遡ります。
隠れてしまった太陽神を呼び出す為に踊られた踊りの舞台は板を貼り合わせた中が空洞の槽(ウケ)と呼ばれるものだったと言われています。
そのウケが桶胴太鼓の始まりだとされています。
この紐で締める形の打楽器は、小鼓、大鼓と同様、その構造は大陸から伝来した楽器だと考えられ、起源はインドだと言われています。
日本には、奈良時代に雅楽の楽器として様々な打楽器が伝えられました。
その後、長い年月をかけて、次第に民間にも広まりました。
民俗芸能の様々な音楽にも用いられるようになり、一般庶民に広まっていったと考えられています。
長胴太鼓/平胴太鼓
胴は、ケヤキ・栓木〔せんのき〕などの硬い木をくり抜いて作ったものが用いられます。
革には厚めの牛皮が使用され、胴の両面にたくさんの鋲で打ちつけられています。
本日使われている太鼓でもその原木は約400年以上の樹齢になると考えられます。
歌舞伎太鼓・祭囃子・盆踊りをはじめ、各種の民族芸能・神楽芸能に用いられるほか、神社などの諸儀式・合図・信号にも使用されてきた太鼓です。
太鼓の大きさもさまざまで、大きなものでは面2メートル近くあるものもあります。
締太鼓
2枚の牛皮と欅(けやき)などをくり抜いた胴を、調緒(しらべお)と呼ばれる麻紐で固く締め上げた楽器です。
演奏の際には専用の台に載せて床に据え、2本の撥(ばち)を用います。撥の扱いによって音を打ち分けます。
約1400年前(飛鳥時代)、に大陸から伝わった「伎楽〔ぎがく〕」で使用される楽器として伝来したものと思われています。
その後に1200年前(平安時代)頃、五穀豊穣 を神に願う人々の儀礼や稲作の作業をするさまを演じる「田楽」や1000年ほど前、物まねなどを中心とした滑稽な笑いの芸・寸劇「猿楽」にも使用され、
600年ほど前(室町時代)、能楽の樹立とともに改良され、笛、小鼓、大鼓、太鼓の四つの楽器で編成される「四拍子しびょうし」のひとつとして発達しました。
能楽では神や鬼、霊など、非人間的なものが登場する場面に多く演奏されるほか、法要や舞楽の場面などでも用いられます。
その後この太鼓が歌舞伎の長唄の囃子に使用されたのは、400年ほど前の江戸時代になってからです。
民衆の祭の囃子や神楽囃子に用いる締太鼓は恐らく1000年以上の歴史があると推測されますが、現代に続くその締太鼓は胴が深めで、革も厚いものが使用されています。
祭りの囃子では二丁をセットで用いられることが多く、各々を上下〔かみしも〕、あるいはタテ・ワキと呼ばれます。
現在では、調緒を一切用いず、鉄製のボルトを用いて締める締太鼓も多く使われています。